Freitag, 25. April 2008

Zurück in Berlin!

Wie schön ist doch Berlin! Vor allem, wenn man eine Surprise-Welcome-Party bekommt!

Donnerstag, 27. März 2008

QUITO, Ecuador















Wieder zuruck in Ecuadors Hauptstadt hab ich dann Annik (eine Schweizerin, die ich in Peru kennengelernt habe) und Britta aus der Klinik wiedergetroffen. Nicht weit richtung norden liegt die "mitad del mundo", der Aequator: wir sind zwischen nord- und suedhalbkugel hin- und hergehuepft :o).

Te quiero COLOMBIA!

6 Tage zu Besuch bei Ana Lucia aus Kolumbien! Unglaublich diese Gastfreundschaft, diese Lebensfruede, die Musik, die Natur, die wunderschoenen, ja sogar gemuetlichen Staedte, das Essen... Ich wusste nicht genau, was mich erwartet, aber das hat alles ubertroffen. Ana hat sich alle Muhe gegeben, mir ihre geliebte Heimat von der allerschoensten Seite zu zeigen. Also, dann mal los: unendlich viele Fotos.

Eine Auswahl des allzeit praesenten kolumbianischen Militaers





Strassenkontrollen, Militaer und Polizei an jeder Ecke sind voellig normal. alle raus aus dem auto, kofferraum auf, kontrolle durch spuerhunde... noch vor wenigen jahren war eine autofahrt auf einer strecke wie bogota und tunja fast nicht moeglich. militaerpraesenz alle 2 kilometer garantiert sicherheit auf den strassen. fuer mich ein wenig befremdlich, ABER: die kolumbianer lieben ihr militaer! ausserdem sind die jungs immer ausserst freundlich und hoflich und ein spontanes taenzchen ist immer mal drin :o).

Querschnitt durch die kolumbianische Kueche








Hui, ich musste alles probieren, einige Raritaeten hab ich fuer euch fotografiert. Z.B. "Bandeja de Paisa" (Frijoles = Bohnen, Reis, Wurst, Blutwurst, Reis, Kartoffeln und Spiegelei), alle moeglich exotischen Fruechte, die ich noch nie gesehen habe, "Obleas" (aehnlich Waffeln, die man mit allerlei suessem Zeug beschmieren lassen kann) und so ein suesses weisses Zeug, das nach Honig und Marshmellow schmeckt und so auf der Strasse an einer Stange zubereitet wird. Ausserdem "Agua de Canela" = Zuckerrohrwasser, in dem man weissen Kaese aufloest. Naja, Ana schmeckt's :o)...

Raquira


Zentrum fuer kolumbianisches Kunsthandwerk. Schade, dass nicht mehr Platz im Rucksack ist! (Auf meiner neuen Tasche steht uebrigens: "Te quiero, Colombia")

Villa de Leyva





Ein huebsches geputztes Doerfchen in der Naehe von Tunja mit mediterranem Flair. So haette ich mir Kolumbien nun gar nicht vorgestellt... Ganz suess!

Parque national IGUAQUE, von 2800m auf 3600m



Die Sicht war atemberaubend! Nicht zuletzt wegen der ueberwundenen 800(!) Hoehenmeter! Puh, war das ein Marsch: 6 Stunden fuer hoch und wieder runter. Schoener Muskelkater am nachsten Tag :o).

Marcha por la Paz in Tunja


Am Karfreitag haben wir an einem Friedensmarsch durch das Staedtchen teilgenommen. Es war sehr feierlich und in kompletter Stille abgehalten. Sonst habe ich nicht viel von aktuellen politischen Spannungen mitbekommen. Allerdings erinnern an jedem grossen platz plakate an die vielen vermissten und entfuehrten (meist politiker wie ingrid betancourt, an deren schicksal besonders viel anteil genommen wird).

TUNJA, Heimatstadt von Ana



















Tunja ist wunderschoen 100 km noerdlich von Bogota zwischen gruenen Huegeln gelegen (auf 2800m). Es gibt unendlich viele Kirchen und Universitaeten. Ana arbeitet an der Jura-Uni Santa Tomas. An Ostern ist es Tradition, dass die gesamte Familie mit ihren zahlreichen Mitgliedern die Kirchen in der Stadt besichtigt. ich habe noch nie so volle Kirchen gesehen: die Leute sitzen wahrend der Messe auf dem Boden neben dem Altar, weil sonst kein Platz mehr ist. Auf den sonstigen Bildern sieht man Ana mit ihrer Mama im Zentrum und den Hauptplatz mit den Flaggen von Tunja, Colombia und Boyaca (Department, von dem Tunja die Hauptstadt ist)

Zipaquira, Catedral de Sal


Diese Kathedrale befindet sich in einer Salzmine (da wird heute noch salz abgebaut) mehrere hundert meter unter der erde in ehemaligen minenschaechten. ich fands ein bisschen gruselig, aber doch sehr beeindruckend: riesig!

BOGOTA, Kolumbien




Nachdem ich ja schon viele Grosstadte in Suedamerika gesehen habe (die sich doch alle ahneln), hat mich Bogota wirklich uberrascht!

Superschoene Altstadt: La Candelaria! Studentenfeeling, kleine bars und cafes uberall, richtig NETT. sehr sympathische atmosphaere, wer haette das gedacht... Im Bild zu sehen sind Ana und Diego, ein befreundeter Mathestudent.

Dienstag, 18. März 2008

CUENCA, Ecuador


Ab nach Norden: 5 maedels der Panamericana folgend!
Cuenca ist ein sehr huebsches kolonialstadtchen, wahrscheinlich die schoenste stadt in ecuador. es gibt tatsachlich 52 kirchen, fur jeden sonntag im jahr eine.
wir haben eine panamahut-manufaktur besucht, um uns davon zu ueberzeugen, dass dieser sombrero wirklich seine traditionellen urspruenge in ecuador hat. egal ob ecuador oder panama: wir waren - wie unschwer erkennbar- begeistert :o)!

Samstag, 15. März 2008

Clinica misional "Nuestra Señora de Guadalupe"


Es war GENIAL! Ich erzahl gar nicht lang, schaut euch die fotos an (auch unter "aeltere Posts" klicken, da sind noch mehr). wir waren ein superteam, hatten riesig spass bei der arbeit, bei unseren wochenendausfluegen und naturlich abends bei "zhumir" (lokaler pfirsischschnaps) auf unserer terrasse! um es mit dans worten zu sagen: "german dentist rock!"

Im Dschungel nahe der peruanischen Grenze: Nangaritza






Die Wege sind echt nur mit Gummistiefeln begehbar! Man gewohnt sich aber an den Matsch :o). Ausserdem Ueberreste aus dem letzten Krieg mit Peru 1997: Minen im Grenzgebiet, Durchgang verboten! Und Katharina aias "Jane".

Indianer Jones!



Die erste Flussuberquerung uber den reissenden Katzam per manueller "Gondel", die zweite per Pferd (ich glaub das ist stefan auf dem pferderuecken). Wahnsinn!

Die Residencia mit grandiosem Blick beim Fruehstueck



Von vorne nach hinten: stefan, britta, ich, katharina und katrin.

Das Missionsgelaende und die "Hermanitas"




Das Gelaende ist superschoen und liebevoll angelegt. Jeden Mittag und Abend gab es gemeinsames Essen mit Pater Jorge im Schwesternhaus.

Guadalupe: die Haengebruecke zum Missionsgelaende ueber den Yacuami


Die chirurgische Abteilung



Wahnsinn unter welchen bedingungen dan und sein team aus canada hervorragende arbeit geleistet haben! wir hatten gelegenheit im op dabei zu sein, was ich superspannend fand! es werden hauptsachlich hernien (leistenbrueche) operiert, was in dieser gegend wohl recht haufig vorkommt. ein besonderer fall war ein kleines madchen: Zaehlt mal die zehchen! und? gemerkt? jaja, es sind 6! an den haendchen auch, aber da hat der 6. finger so gestort, dass er nicht nur aus aesthetischen gruenden abgenommen werden musste: krasse OP! ich war begeistert, wie ruhig alle geblieben sind als mittendrin der strom ausfiel! man stelle sich das vor, die kleine war ja unter allgemeinanasthesie als es plotzlich dunkel wurde und auch die bildschirme ausgingen und das piepen aufhorte... aber alles gutgegangen.

"Vamos a la placa!"




Hier ein einblick in meinen kliniksalltag: Eigentlich alles da! Nur die Lichtverhaltnisse waren un poco mal.... Die behandlungszeit war immer von 8-12:00 und 13-17:00. Nach dem Motto: "Vamos a la placa" (=prothese): Zahntechnikerin Mila in Aktion.

Sonntag, 24. Februar 2008

Lima und ein Haematokrit bestimmt ueber 5,0!


nach intensivem 2-woechigem hoehentraining sind wir jetzt wieder bei 0 metern uber dem meeresspiegel: voller energie und roten blutkoerperchen. die stadt ist halt eine riesige stadt mit 8 mio einwohnern, imposanten kolonialgebauden und schaebingen ecken. aber wir geniessen die sonne! kaum vorstellbar, dass wir noch vorletzte nacht nicht einschlafen konnten vor kaelte bibbernd in cusco! jetzt haben wir 38 grad - und die hitze raubt uns den schlaf :o). fur tommy endet die reise morgen und fur mich geht es nach mancara nahe der ecuadorianischen grenze, wo ich mich vor meinem einsatz in der missionsklinik noch ein wenig am strand ausruhen werde :o).

Cusco






In Cusco war ganz schon was los! die komplette infrastruktur lag lahm: streik! wir hatten gluck, dass wir uberhaupt zum machu picchu kamen (mit dem taxi!), denn es fuhren keine zuge und busse. es soll ein neues gesetz verabschiedet werden, das es moglich macht, alle historischen (inka-)sehenswurdigkeiten zu privatisieren: kaufer sind auslandische investoren, z.b. die verhassten chilenen. ausserdem sind riesige hotelkomplexe geplant. man stelle sich das vor, neben dem machu picchu!!! da geht die uberwiegend indigene bevolkerung verstandlicherweise auf die barrikaden. wortwortlich: die taxifahrt war ein spiessrutenlauf: uberall strassenblockaden aus riesigen felsbrocken, steinen, feuern... wir haben fast 3 stunden gebraucht fur eine sonst 1-stundige strecke... die proteste waren uberwiegend friedlich und man hat die touristen um verstandnis gebeten. aber alle geschafte hatten geschlossen aus angst vor steinewerfern (bestimmte symbole des staates wurden attakiert, z.b. LAN peru, eine airline und der gesamte flughafen). in den fotos sieht man die englischen plakate, die zur erklarung fur die touristen aufgehangt wurden und ausserdem die regenbogenflagge der vereinten indiostaemme. tommy hat sogar ein interview furs peruanische fernsehen gegeben. (seither behauptet er, die sympathie der bevolkerung floege ihm zu und man wurde ihn zum nachsten ober-inka wahlen, jaja ;o)).
am samstag war dann alles wieder ruhig und wir konnten planmassig nach lima fliegen: luxus. die busfahrt waere nur 30 dollar billiger gewesen und hatte schlappe 24-27 h gebraucht.